Zur einjährigen Konfirmandenzeit werden die in der Regel 13jährigen Jugendlichen und ihre Eltern schriftlich eingeladen. Teilnehmen können Getaufte wie Ungetaufte. Die Konfirmandenzeit ist von ihrem Verständnis her der nachgeholte Taufunterricht, oder für noch nicht getaufte Jugendliche, die Hinführung zur Taufe, die in der Osternacht gefeiert wird. Voraussetzung für die freiwillige Teilnahme ist Interesse und Aufgeschlossenheit für den christlichen Glauben, die regelmäßige aktive Teilnahme an monatlichen Treffen, der Gottesdienstbesuch zweimal im Monat sowie die Bereitschaft zur Teilnahme an weiteren Aktivitäten. Über die Zulassung zur Konfirmation, die in der Regel im Mai gefeiert wird, entscheidet das Presbyterium.

Die Arbeit mit Konfirmanden gehört zu den spannendsten und herausforderndsten Aufgaben im Gemeindeleben. Junge Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Welt – mitten in der Pubertät. Junge Menschen, die verschiedenste Schulen besuchen, sehr unterschiedliche Familienhintergründe mitbringen, die in einem christlichen Elternhaus aufwuchsen oder die bisher kaum Kontakt zu Gott, Glauben und Kirche hatten. Junge Menschen, die ständig von Werbung und Medien umworben werden und die doch oft nachdenklicher und offener sind, als sie auf den ersten Blick scheinen. Das und noch manches mehr sind die Rahmenbedingungen, unter denen wir versuchen, mit Konfirmanden zu erfahren, was es heißt, heute als Christ zu leben. Nachdem sie zumeist schon als Säuglinge oder Kleinkinder von ihren Eltern zur Taufe gebracht wurden, möchten wir ihnen helfen, Schritte auf dem Weg eines selbst verantworteten Glaubens zu gehen.

Pfarrerin Ronja Voldrich begleitet gemeinsam mit dem Jugendmitarbeiter Cedric Schumann und Ehrenamtlichen den Jahrgang bis zur Konfirmation. Das Mitwirken des Jugendmitarbeiters hat den positiven Effekt, dass die Konfirmanden auch ihn über ein Jahr erleben und danach motiviert sind, selbst in der Jugendarbeit der Gemeinde aktiv zu werden.

Wir versuchen, die Treffen so zu gestalten, dass zwischen der Lebenswelt der Konfirmanden und der Botschaft des Evangeliums immer wieder Beziehungen hergestellt werden. Dabei helfen uns manchmal auch Arbeitsblätter, aber auch immer wieder Spiele, kreative Elemente, Gesprächsphasen und ähnliches. Unverzichtbar ist natürlich die Beteiligung der Konfirmanden am Gesamtprozess, denn sonst wird es für alle langweilig. Die Teilnahme an der Konfirmandenzeit ist freiwillig und wir erwarten darum auch ein grundsätzliches Interesse an den Inhalten des Glaubens.

Konfirmanden, die noch nicht getauft sind, werden bei uns im Osternachtgottesdienst getauft. Während der Konfirmandenzeit gehört zweimal im Monat der Besuch des Gottesdienstes ebenso zum Programm wie das Auswendiglernen weniger, aber zentraler Texte des christlichen Glaubens.

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