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Bericht aus der Gemeindeversammlung

Bei einer gut besuchten Gemeindeversammlung am 18. Januar 2026 in der Petrikirche wurde über die finanzielle Situation der Gemeinde und die Zukunft der kirchlichen Gebäude informiert. Im Mittelpunkt der Versammlung standen die veränderten Rahmenbedingungen kirchlicher Arbeit sowie die Frage, wie die Gemeinde auch in den kommenden Jahren handlungsfähig bleiben kann.

Hintergrund der Beratungen sind rückläufige kirchliche Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Kosten. Eine Analyse der Finanzentwicklung zeigt, dass unsere Gemeinde ohne strukturelle Anpassungen in absehbarer Zeit dauerhaft mehr ausgeben würde als einnehmen. Das verantwortliche Gremium, der BVA, hat sich deshalb bewusst dafür entschieden, frühzeitig gegenzusteuern und notwendige Entwicklungen aktiv zu gestalten.

Dabei wurde deutlich gemacht, dass Einsparungen im Personalbereich durch betriebsbedingte Kündigungen nicht vorgesehen sind. Die Mitarbeitenden werden als zentrale Grundlage der Gemeindearbeit verstanden. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick insbesondere auf die Gebäude und Standorte der Gemeinde.

Zurzeit unterhält unsere Gemeinde fünf Standorte, die mit persönlichen Erinnerungen, kirchlichen Feiern und Begegnungen vieler Gemeindeglieder verbunden sind. Um mögliche Veränderungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf einer sachlichen Grundlage zu beraten, wurden externe Fachleute hinzugezogen. Eine Beratungsfirma für strategische und finanzielle Fragen sowie ein auf kirchliche Gebäude spezialisiertes Architekturbüro haben den baulichen Zustand der Gebäude, den Sanierungsbedarf, die Nutzungsmöglichkeiten und die zu erwartenden Kosten untersucht.

Die Ergebnisse dieser Analysen wurden in der Gemeindeversammlung vorgestellt. Sie zeigen, dass nicht alle Standorte langfristig in gleicher Weise wirtschaftlich und baulich tragfähig sind. Vor diesem Hintergrund wurden erste Leitlinien für das weitere Vorgehen skizziert, die nun Grundlage für weitere Beratungen in den kirchlichen Gremien sind.

Demnach sollen die Standorte Bedburg sowie Bergheim mit der ARCHE auch künftig als zentrale Orte kirchlichen Lebens erhalten und weiterentwickelt werden. An den Standorten Elsdorf und Quadrath werden unsere eigenen Gebäude (Kirchen, Gemeindezentren und Pfarrhäuser) aufgeben. Um das Gemeindeleben auch in diesen Orten weiterhin zu ermöglichen, werden geeignete Gebäude zur Zeit gesucht, die dafür angemietet werden können.

Für den Standort der bisherigen Christuskirche in Bergheim ist eine Entwicklung zu einem Wohn- und Begegnungsquartier vorgesehen. Ziel ist es, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und zugleich neue Spielräume für die Gemeindearbeit zu schaffen. Parallel dazu ist vorgesehen, die ARCHE Bergheim baulich und inhaltlich weiterzuentwickeln. Geplant sind unter anderem energetische Verbesserungen sowie eine flexible Nutzung für Gottesdienste, Gemeindearbeit, kulturelle Angebote und Begegnung. Die Pläne der Innenarchitekten dafür werden im Foyer der ARCHE zur Ansicht aufgehängt.

Die Gemeindeversammlung diente der Information und dem Austausch. Fragen, Sorgen und unterschiedliche Perspektiven wurden offen angesprochen. Betont wurde auch, dass die Gemeinde weiterhin regelmäßig über den Fortgang informiert werden soll.

Der Bevollmächtigtenausschuss